Rainer Rössler – wer ist das?

VITA 2.0

Schon als kleines Wesen auf eigenen Spuren unterwegs

Wenn ich mir die Frage stelle nach der roten Linie in meinem Leben, suche ich – auf den ersten Blick -vergebens. Auf den zweiten Blick verbinden sich einzelne Puzzle-Teile und meine lichterfüllten Charakterzüge zeigen sich. Aber von vorne. Schon von Kindesbeinen an fühlte ich mich anders. Ich isolierte mich oft, war viel allein, fühlte mich unwohl in großen Ansammlungen von Menschen. Der Klassenraum in der Schule oder die Familienfete am Wochenende waren sozusagen natürlich-feindlicher Lebensraum für mich. Mein Computer hingegen war ein guter Freund. Er verstand mich, sprach dieselbe Sprache wie ich. Klare Kommunikation nach dem Muster 0 und 1. 

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2006 - Spaichingen

Und doch gab es Aktivitäten abseits meines PC’s, die mir großen Spaß bereiteten: Sport jeglicher Art. Ob bewaffnet mit Hockeyschläger, Fußball oder Tischtennisschläger – hier zählte meine Leistung, hier konnte ich meine Grenzen austesten und Worte waren zweitrangig. Hier sprach man die Sprache Geschicklichkeit, Disziplin, Mut und Regelkonformität. Den hohen Adrenalinspiegel und Nervenkitzel packte ich sorgfältig in meinen Rucksack, um ihn zuhause unversehrt wieder zu entpacken. Showtime Baby – am Computer, in den weiten des Netzes, surfte ich weiter auf meiner Adrenalinwelle und genoss die non-verbale Umgebung beim Gamen und Hacken. Die Regelkonformität blieb in der Sporthalle, der Nervenkitzel war dafür mein treuer Begleiter. Ich fühlte mich gefordert – auf meine Art und Weise.

​Auch Metall hat eine Seele

Ein weiteres Stück Metall eroberte mein Herz – ein Technologiewunder auf vier Rädern – und ta da, meine Leidenschaft für das Tuning wuchs. Auch hier herrschte eine vorwiegend non-verbale Umgebung, also eine genau nach meinem Geschmack. Wenn man sich austauschte, dann über Fachthemen und abseits von Small Talk und Jammerei. Der Blick nach vorne, das Mindset auf Erfolg getrimmt.

Begleitend zu den natürlichen Übeln wie Schule und Ausbildungssuche, baute ich mir einen Freundeskreis auf und wurde Teil einer recht großen Clique. Rainer verließ sein Schneckenhaus und wagte sich in die große, weite Welt. Zugegebenermaßen gab es ein weiteres Hilfsmittel aus Metall, was die Weichen stellte. Achtung, einmal fokussieren bitte, und den Blick schärfen! Ja, es war die Fotografie, die mich „salonfähig“ machte. Meine Kamera als Transformator und Brückenbauer zwischen anderen Menschen und mir. Aus dem anfänglichen Hobby wurde schnell mehr. Denn ich wusste, dass ich mehr wollte! Mit ständigem Fokus auf meinen Vater als Unternehmer war eines glasklar für mich – ich will diese Erfahrung selbst machen. Ich will auf eigenen Beinen stehen, mein eigenes Ding machen – back to being alone – proudly presenting the Einzelunternehmer „Rainer Rössler Fotografie.“  

​Den Gegenwind der Windmühlen kann ich sicher nutzen

​2012 Rottweil

​Die Welt hielt abseits der Fotografie weitere Challenges für mich bereit. Irgendwie fühlt sich mein Leben seither wie ein Kampf an, eine Windmühle an jedem neuen Berg, den ich erklimme. GEGENWIND. Der reguläre Beruf in der Metallindustrie ließ den Funken einfach nicht überspringen, ich fühlte mich immer fehl am Platz. Auch das Glück mit den Firmen blieb aus, in Folge säumen viele Wechsel meinen Lebenslauf. Und doch wollte ich mich nie damit zufriedengeben, mich nie darauf ausruhen, dass ich ein vermeintlicher Pechvogel bin, dem das Glück nicht mit in die Geburtstasche gelegt wurde. Ich wollte Alternativen schaffen, mir Freiheit erkämpfen. So nutzte ich beispielsweise meine Betriebsferien im Sommer und machte eine Weiterbildung zum IT-Systeminformatiker. Ich holte mir Erfahrungen in der Verkaufswelt und arbeitete einige Monate bei Euronics. Ich bildete mich abseits der „Muss-Komponenten“ stets fort, brachte mir in Eigenregie Computerkenntnisse, Webseiten-Design und auch die Fotografie bei. Mein Entdeckergeist und der Wille nach Größerem treiben mich voran. Jeden Tag.

skydiving rainer rössler

​Rainer beim Skydiving​

Auch wertvoll

​Suche nach Lösungen, nicht nach Problemen

Schon immer bin ich „der Lösungsorientierte“. Treibe Familie und Freunde damit in den Wahnsinn, dass ich immer noch eine weitere Idee habe. Damit, dass ich Türen sehe, die sich öffnen und nicht Türen, die verschlossen sind. Oder Fenster, die unerreichbar sind. Ich bringe den Lieben eine Leiter und helfe ihnen behutsam und in ihrem Tempo nach oben. Aber – in jedem Fall – nach oben, nach vorne. Im privaten Umfeld habe ich dieses 'nach vorne' zwar spät umgesetzt, aber dafür umso intensiver. Als ich die Entscheidung getroffen hatte, aus meinem Elternhaus auszuziehen, die Verantwortung für meine Eltern (wieder) zurück an sie zu geben, gab es nur ein Ziel für mich. Klar und aus dem Herzen rief er mich, mein Bodensee, mein Radolfzell am Bodensee! Ich folgte seinem Ruf – ich blieb hartnäckig, suchte über ein Jahr nach einer Wohnung, vertraute meiner inneren Stimme, die genau im Moment der „richtigen“ Wohnung laut und deutlich sagte:
„Ja, genau hier, hier bist du angekommen.“

Parallel zu meinem Freiheitsschlag entwickelte ich mich auf persönlicher Ebene weiter. Ich trat meine erste Reise allein an – ins Ausland. Ich besuchte Events, die Game Changer für mich waren, verbrachte Zeit mit Menschen, die mich als Mentoren ein Stück meines Weges begleiteten. Auch war ich mehr und mehr in der Schweiz unterwegs, fühlte mich hier heimischer als in meiner Heimatstadt. Ich ließ diese Erkenntnis an die Oberfläche, gab ihr Gehör und ließ mich von der Schweizer Tiefsinnigkeit und einigen großartigen Persönlichkeiten aus Helvetia tragen und treiben. Die Street-Parade damals live mitzuerleben, war eine große Mutprobe und ein riesiges Ding für mich. Jahre später – 2017 – wieder in Zürich am gleichen Ort zu sein, und eine Hochzeit fotografisch zu begleiten, hätte ich mir nicht erträumen lassen. Direkt am Zürichsee – was für ein Panorama! Und auch mit „meinem“ (Boden)See vor der Haustüre schnupperte ich immer mehr frische Luft – im doppelten Sinne. Meine Freizeit verlagerte sich mehr und mehr nach draußen, ich lebte mich bei Shootings aus und genoss den Abstand zur bisherigen Luft der Schwäbischen Alb. Beruflich pendelte ich für einige Zeit noch zwischen See und Alb, doch auch hier pellte ich meinen Kokon immer weiter ab und lernte mehr und mehr zu fliegen. Der weiteste Flug trug mich nach Thailand – ein weiterer Game Changer. Knapp 4 Wochen, nur mit Rucksack bepackt, reisen quer durchs Land, mit meiner persönlichen Reisebegleiterin an meiner Seite 😉.

​Aktivist mit riesigen Reserven

Ich weiß, was ich will. Ich weiß, was mir wichtig ist. Ich kenne meine Werte, die Dinge, die mich fliegen lassen und die Momente, die mich mit tiefster Dankbarkeit erfüllen. Die letzten Jahre waren von einem intensiven persönlichen Wachstum geprägt, in dem ich mehr und mehr zu mir finde. Meinen Kern spüre, mich spüre! Der Gegenwind nimmt zu. Meine direkte Art ist für mich Grundnahrungsmittel, doch keine universell gesprochene Sprache. Ich bin komplex, ein Denker, ich sehe Strukturen, die andere nicht sehen, ich werde durch meine Hochsensibilität geprägt, und ich bin Idealist und Aktivist. Die Beziehung zu meiner Partnerin lässt mich Dinge sehen und verstehen, die bislang im Verborgenen blieben. Sie baut Brücken, die mich mit der Welt verbinden, und doch im gleichen Augenblick zeigen, dass ich anders bin. Dass ich ein wunderbarer Mensch bin, der so viel zu geben hat, aber sich immer wieder aufs Neue unterschätzt, missverstanden, nicht gesehen fühlt. Auch in der Arbeitswelt finde ich keinen Anschluss, was mich Ende 2018 dazu bewogen hat, wieder mit vollem Risiko in die Selbstständigkeit zu starten. Der Schritt vom Nebengewerbe ins Hauptgewerbe hat mich viel Mut gekostet, denn Zweifel sind mein „treuer Begleiter“.

Andere hätten vielleicht schon lange aufgegeben. Ich nicht. Das Aktivisten-Herz schlägt. Es will inspirieren, es will verbinden, es will Größeres erschaffen, es will gesehen und gehört werden. Es will seinen angemessenen Platz in der Welt. Wo ist der Schlüssel für diesen Platz? Wer hilft mir, ihn zu sehen, zu finden? Ich bin bereit, mein Rucksack ist gepackt. Bestückt mit Mut, Entdeckerdrang, Kampfgeist, Disziplin, Durchhaltevermögen, Humor, Spiritualität und dem Überlebensgen namens „Thinking outside the box“. I’m ready to go! Der Umzug nach NRW vor 4,5 Monaten war ein weiterer großer Schritt aus meiner Komfortzone heraus. Einer, der mich aktuell tagtäglich fordert. Durch Umstände wie Zwischenmieten, regelmäßige Besuche im Storage und der allgemeinen Kapitel-Überschrift „Suche“. Wohnung, Job, Anschluss, Sinn, ein Heimatgefühl. Vielleicht ist dieses aber auch ortsunabhängig. Und ich ein digitaler Nomade.  

​Und trotz meiner Erkenntnis aus diesem Jahr, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit Legastheniker bin (also eine Lese-Rechtschreib-Schwäche habe), habe ich noch so viel zu sagen! Erkenntnisse wie diese befeuern mich, lassen mich ein Stück mehr bei mir angekommen, setzen Puzzleteile zusammen (die doch entgegen meines langjährigen Glaubens zusammenpassen). Und mit einer wundervollen Brückenbauerin an meiner Seite bringe ich meine Gefühle und Gedanken, mein Wesen, auch in schriftlicher Form nach außen. HiER BIN iCH, WELT!

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​Individuelle und bedarfsgerechte ​Tipps direkt von Rainer

​-  nach ganzheitlichem Ansatz -

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Lesedauer: 7 Minuten

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